Was wir diagnostizieren und behandeln
Etwa 2 % der Bevölkerung leiden an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung; das Lebenszeitrisiko liegt bei rund 7 %. Rheumatische Erkrankungen können in jedem Alter auftreten – und sie sind heute besser behandelbar als je zuvor. Voraussetzung ist eine frühe, präzise Diagnose. Tippen Sie auf ein Krankheitsbild, um mehr zu erfahren.
Rheumatoide Arthritis
Die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung – früh erkannt gut behandelbar.
Mehr erfahren →Polymyalgia rheumatica
Plötzliche Muskelschmerzen in Schultern und Hüften ab 60.
Mehr erfahren →Vaskulitiden (Entzündungen der Blutgefäße)
Entzündungen der Blutgefäße erfordern schnelle Diagnostik.
Mehr erfahren →Psoriasisarthritis
Wenn Schuppenflechte auf die Gelenke geht.
Mehr erfahren →Kollagenosen (z. B. Lupus, Sjögren-Syndrom)
Lupus, Sjögren-Syndrom & Co. – Diagnostik mit Kapillarmikroskopie.
Mehr erfahren →Morbus Bechterew & entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen
Entzündlicher Rückenschmerz – oft jahrelang unerkannt.
Mehr erfahren →Gicht und Kristallarthropathien
Akuten Anfall lindern, Harnsäure dauerhaft senken.
Mehr erfahren →Infekt-assoziierte muskuloskelettale Erkrankungen
Gelenkentzündung nach Infekt oder Zeckenstich abklären.
Mehr erfahren →Gelenkentzündungen bei bösartigen Erkrankungen
Rheumatische Beschwerden als Begleiterscheinung – sorgfältig abklären.
Mehr erfahren →Chronische Entzündungen und unklare Fieberzustände
CRP erhöht, Ursache unklar? Systematische Abklärung aus einer Hand.
Mehr erfahren →Osteoporose
Früherkennung mit DXA-Messung direkt in der Praxis.
Mehr erfahren →Rheumatoide Arthritis
Was ist eine rheumatoide Arthritis?
Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung. Das körpereigene Abwehrsystem richtet sich dabei gegen die Gelenkinnenhaut und verursacht eine anhaltende Entzündung. Typisch sind schmerzhafte Schwellungen der kleinen Finger- und Zehengelenke – meist auf beiden Seiten des Körpers – sowie eine ausgeprägte Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde. Auch Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl gehören häufig dazu.
Warum zählt jede Woche?
Unbehandelt kann die Entzündung Knorpel und Knochen dauerhaft schädigen – oft schon in den ersten Monaten. Deshalb gilt: Je früher die Diagnose, desto besser die Prognose. In unserer Praxis kombinieren wir das ärztliche Gespräch und die körperliche Untersuchung mit Gelenkultraschall und Labordiagnostik im eigenen Praxislabor (u. a. Rheumafaktoren, CCP-Antikörper, Entzündungswerte) – die wichtigsten Ergebnisse liegen ohne lange Wartezeit vor.
Wie wird behandelt?
Ziel der modernen Therapie ist die Remission – ein Zustand, in dem die Erkrankung zur Ruhe kommt. Dafür stehen bewährte Basismedikamente, moderne Biologika und zielgerichtete Tabletten-Therapien zur Verfügung; wir setzen alle in Deutschland zugelassenen Medikamente ein. Die Therapie wird regelmäßig kontrolliert und angepasst. Ergänzend helfen Physiotherapie und medizinisches Krafttraining in unserer Praxis, Beweglichkeit und Kraft zu erhalten.
Polymyalgia rheumatica
Was ist die Polymyalgia rheumatica?
Die Polymyalgia rheumatica ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die fast ausschließlich Menschen über 50 – meist über 60 – betrifft. Typisch sind neu aufgetretene, oft heftige Schmerzen im Schulter- und Beckengürtel mit ausgeprägter Morgensteifigkeit. Viele Betroffene berichten, dass sie sich „von heute auf morgen“ kaum noch aus dem Bett aufrichten oder die Arme heben können. Häufig kommen Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder leicht erhöhte Temperatur hinzu.
Woran erkennen wir die Erkrankung?
Es gibt keinen einzelnen Test, der eine Polymyalgia rheumatica beweist. Die Diagnose stützt sich auf das typische Beschwerdebild, deutlich erhöhte Entzündungswerte im Blut (BSG, CRP) und den Ausschluss anderer Ursachen. In unserer Praxis erfolgen die Blutuntersuchung im eigenen Labor und die Ultraschalluntersuchung der Schulter- und Hüftregion in der Regel am selben Tag.
Wichtig: Bei etwa jedem fünften Betroffenen tritt gleichzeitig eine Riesenzellarteriitis auf – eine Entzündung großer Blutgefäße, die unbehandelt das Sehvermögen bedrohen kann. Neu aufgetretene Kopfschmerzen, Kauschmerzen oder Sehstörungen klären wir deshalb immer sofort ab.
Wie wird behandelt?
Die Polymyalgia rheumatica spricht meist sehr gut auf Kortison an – oft bessern sich die Beschwerden innerhalb weniger Tage deutlich. Die Kunst der Behandlung liegt darin, die Dosis langsam und kontrolliert zu senken, um Rückfälle und Nebenwirkungen zu vermeiden. Bei Bedarf setzen wir zusätzlich kortisonsparende Medikamente ein. Begleitend achten wir auf den Schutz Ihrer Knochen (Osteoporose-Vorsorge mit Knochendichtemessung in der Praxis) und bieten Ernährungsberatung für die Zeit der Kortisontherapie an.
Vaskulitiden (Entzündungen der Blutgefäße)
Was sind Vaskulitiden?
Vaskulitiden sind entzündliche Erkrankungen der Blutgefäße. Je nachdem, welche Gefäße betroffen sind, unterscheiden sich die Beschwerden erheblich: Die Riesenzellarteriitis betrifft große Gefäße und äußert sich z. B. durch neu aufgetretene Kopf- oder Kauschmerzen und Sehstörungen. Bei den ANCA-assoziierten Vaskulitiden – etwa der Granulomatose mit Polyangiitis oder der mikroskopischen Polyangiitis – können Nase und Nebenhöhlen, Lunge, Nieren, Haut und Nerven betroffen sein. Häufige Allgemeinsymptome sind Fieber, Gewichtsverlust und ausgeprägte Abgeschlagenheit.
Wie stellen wir die Diagnose?
Vaskulitiden sind selten und werden deshalb oft spät erkannt. Unsere Diagnostik umfasst die gezielte Labordiagnostik im eigenen Praxislabor – einschließlich der ANCA-Bestimmung mittels Immunfluoreszenz und ELISA –, die Ultraschalluntersuchung der Gefäße sowie die enge Zusammenarbeit mit radiologischen und anderen fachärztlichen Kollegen. Bei dringendem Verdacht handeln wir schnell: Einige Vaskulitiden können unbehandelt Organe dauerhaft schädigen.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Form und dem Schweregrad der Vaskulitis. Sie reicht von Kortison über klassische Immuntherapeutika bis zu modernen Biologika wie Rituximab. Mehrstündige Infusionen führen wir direkt in der Praxis durch – mit entsprechender Überwachung. Regelmäßige Verlaufskontrollen inklusive Labor gehören fest zur Therapie.
Psoriasisarthritis
Was ist eine Psoriasisarthritis?
Die Psoriasisarthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die bei Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) auftreten kann – etwa bei jedem vierten bis fünften Betroffenen. Die Gelenkbeschwerden können der Hauterkrankung um Jahre vorausgehen oder folgen. Typisch sind schmerzhafte Schwellungen einzelner Finger- oder Zehengelenke, die Entzündung ganzer Finger oder Zehen („Wurstfinger“), Schmerzen an Sehnenansätzen (z. B. an der Ferse) sowie entzündliche Rückenschmerzen. Auch Veränderungen der Nägel können ein Hinweis sein.
Warum ist die frühe Diagnose so wichtig?
Unbehandelt kann die Psoriasisarthritis Gelenke dauerhaft schädigen. Wird sie früh erkannt, lässt sich die Entzündung heute in den meisten Fällen gut kontrollieren. Zur Diagnostik gehören bei uns die gezielte körperliche Untersuchung, die Gelenksonographie (Ultraschall), mit der sich Gelenk- und Sehnenentzündungen direkt darstellen lassen, sowie die Labordiagnostik im eigenen Praxislabor.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach dem Befallsmuster und der Krankheitsaktivität. Das Spektrum reicht von entzündungshemmenden Medikamenten über klassische Basistherapeutika bis zu modernen Biologika und zielgerichteten Tabletten-Therapien. Wir setzen alle in Deutschland zugelassenen Medikamente ein und begleiten die Therapie mit regelmäßigen Kontrollen. Ergänzend stehen in unserer Praxis Physiotherapie, medizinisches Krafttraining und Ernährungsberatung zur Verfügung. Bei der Hautbehandlung arbeiten wir eng mit dermatologischen Kolleginnen und Kollegen zusammen.
Kollagenosen (z. B. Lupus, Sjögren-Syndrom)
Was sind Kollagenosen?
Kollagenosen sind Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes, die den ganzen Körper betreffen können. Zu ihnen zählen der systemische Lupus erythematodes, das Sjögren-Syndrom, die systemische Sklerose (Sklerodermie) und Mischformen. Die Beschwerden sind vielfältig: Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen, ausgeprägte Trockenheit von Augen und Mund, Raynaud-Phänomen (Weißwerden der Finger bei Kälte), Erschöpfung oder unklares Fieber. Gerade weil die Symptome so unterschiedlich sind, vergehen bis zur Diagnose oft Jahre.
Wie stellen wir die Diagnose?
Unsere Praxis ist auf die Abklärung von Kollagenosen spezialisiert. Im eigenen Labor bestimmen wir antinukleäre Antikörper (ANA) mittels Immunfluoreszenz sowie spezifische Antikörper (z. B. dsDNS-Antikörper) per ELISA und Immunoblot. Mit der Kapillarmikroskopie – einer schmerzfreien mikroskopischen Untersuchung der kleinsten Gefäße am Nagelfalz – lassen sich für Kollagenosen typische Veränderungen direkt sichtbar machen. Ultraschalluntersuchungen der inneren Organe ergänzen die Diagnostik.
Wie wird behandelt?
Die Therapie wird individuell auf die Krankheitsform, die betroffenen Organe und Ihre Lebenssituation abgestimmt – von Antimalariamitteln über Immuntherapeutika bis zu Biologika. Regelmäßige Kontrollen der Organfunktionen gehören dazu. Wo weitere Fachrichtungen gefragt sind (z. B. Nephrologie, Dermatologie, Augenheilkunde), koordinieren wir die Zusammenarbeit.
Morbus Bechterew & entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen
Wenn Rückenschmerz entzündlich ist
Rückenschmerzen hat fast jeder einmal. Doch bei manchen Menschen – oft schon vor dem 45. Lebensjahr – steckt eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule dahinter: die axiale Spondyloarthritis, deren bekannteste Form der Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) ist. Typische Hinweise: tief sitzender Rückenschmerz, der schleichend begonnen hat, nächtliche Schmerzen in der zweiten Nachthälfte, ausgeprägte Morgensteifigkeit – und Besserung durch Bewegung, nicht durch Ruhe. Auch Entzündungen von Sehnenansätzen, Gelenken oder der Augen (Uveitis) können dazugehören.
Wie stellen wir die Diagnose?
Neben Gespräch und körperlicher Untersuchung gehören die Bestimmung des genetischen Merkmals HLA-B27 und der Entzündungswerte in unserem Praxislabor sowie die Bildgebung (Röntgen/MRT in Zusammenarbeit mit radiologischen Praxen) zur Abklärung. Zwischen den ersten Beschwerden und der Diagnose vergehen im Durchschnitt noch immer mehrere Jahre – das wollen wir für unsere Patientinnen und Patienten deutlich verkürzen.
Wie wird behandelt?
Grundpfeiler sind Bewegung und eine konsequente entzündungshemmende Therapie. Reichen klassische Entzündungshemmer nicht aus, kommen moderne Biologika und zielgerichtete Therapien zum Einsatz. In unserem Trainingsbereich stärken Sie unter Anleitung gezielt die Rücken- und Rumpfmuskulatur – ein zentraler Baustein, um Beweglichkeit und Haltung langfristig zu erhalten.
Gicht und Kristallarthropathien
Was ist Gicht?
Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich Harnsäurekristalle in Gelenken ablagern. Ein akuter Gichtanfall beginnt oft nachts und plötzlich: Ein Gelenk – klassisch das Großzehengrundgelenk – wird innerhalb weniger Stunden hochschmerzhaft, rot, heiß und geschwollen. Ohne Behandlung drohen wiederkehrende Anfälle und dauerhafte Gelenkschäden; erhöhte Harnsäurewerte belasten zudem Nieren und Gefäße.
Wie stellen wir die Diagnose?
Die sicherste Methode ist der direkte Nachweis der Kristalle: Bei einem geschwollenen Gelenk können wir unter sterilen Bedingungen Gelenkflüssigkeit entnehmen und im Labor untersuchen – so lässt sich die Gicht eindeutig von anderen Gelenkentzündungen, etwa einer bakteriellen Infektion, unterscheiden. Ultraschall und Laborwerte ergänzen die Diagnostik.
Wie wird behandelt?
Der akute Anfall lässt sich mit entzündungshemmenden Medikamenten – bei Bedarf auch mit einer Kortison-Injektion direkt ins Gelenk – rasch lindern. Entscheidend ist danach die Dauertherapie: die konsequente Senkung der Harnsäure durch Medikamente und angepasste Ernährung. Unsere Ernährungsberatung unterstützt Sie dabei mit konkreten, alltagstauglichen Empfehlungen.
Infekt-assoziierte muskuloskelettale Erkrankungen
Wenn ein Infekt in die Gelenke geht
Manche Gelenkentzündungen entstehen als Reaktion auf eine Infektion – Tage bis Wochen nach einem Magen-Darm- oder Harnwegsinfekt (reaktive Arthritis) oder nach einem Zeckenstich (Lyme-Arthritis bei Borreliose). Typischerweise sind einzelne, oft große Gelenke wie das Knie betroffen. Auch andere Erreger können muskuloskelettale Beschwerden auslösen.
Wie stellen wir die Diagnose?
Entscheidend sind die genaue Vorgeschichte und eine gezielte Labordiagnostik. In unserem Praxislabor bestimmen wir unter anderem Antikörper gegen Borrelien (ELISA) und Yersinien (Immunoblot) sowie das Merkmal HLA-B27, das bei reaktiven Arthritiden gehäuft vorkommt. Bei einem Gelenkerguss kann die Untersuchung der Gelenkflüssigkeit die Ursache weiter eingrenzen – und eine bakterielle Gelenkinfektion, die sofort behandelt werden muss, sicher ausschließen.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache: von der antibiotischen Therapie bei nachgewiesener Borreliose über entzündungshemmende Medikamente bis zur lokalen Injektionsbehandlung. Die meisten reaktiven Arthritiden heilen folgenlos aus; bei anhaltenden Verläufen stehen weitere Therapieoptionen zur Verfügung.
Gelenkentzündungen bei bösartigen Erkrankungen
Ein seltener, aber wichtiger Zusammenhang
In seltenen Fällen treten Gelenk- und Muskelbeschwerden als Begleiterscheinung einer bösartigen Erkrankung auf – man spricht von paraneoplastischen Syndromen. Auch unter modernen Krebstherapien (z. B. Immuntherapien) können rheumatische Beschwerden neu entstehen. Hinweise können sein: ein untypischer Verlauf, ausgeprägte Allgemeinsymptome wie Gewichtsverlust und Nachtschweiß oder ein unzureichendes Ansprechen auf die übliche Therapie.
Unsere Aufgabe als internistische Rheumatologen
Als Internist und Rheumatologe betrachte ich Ihre Beschwerden immer im Zusammenhang des ganzen Körpers. Zur Abklärung gehören eine gründliche internistische Untersuchung, die Ultraschalluntersuchung der inneren Organe, eine breite Labordiagnostik – und bei Auffälligkeiten die zügige, koordinierte Überweisung an onkologische Spezialisten. Bestehende Krebsbehandlungen begleiten wir rheumatologisch in enger Abstimmung mit den behandelnden Onkologen.
Chronische Entzündungen und unklare Fieberzustände
Wenn der Körper Alarm schlägt – ohne erkennbaren Grund
Dauerhaft erhöhte Entzündungswerte (BSG, CRP), wiederkehrendes Fieber oder anhaltende Abgeschlagenheit ohne klare Ursache sind für Betroffene zermürbend – und diagnostisch anspruchsvoll. Hinter solchen Beschwerden können sich unter anderem rheumatische Erkrankungen, Infektionen, autoinflammatorische Syndrome oder andere internistische Ursachen verbergen.
Systematische Abklärung aus einer Hand
Genau hier liegt die Stärke einer internistisch-rheumatologischen Praxis: Wir gehen strukturiert vor – mit ausführlicher Anamnese, körperlicher Untersuchung, breiter Labordiagnostik im eigenen Labor (einschließlich immunologischer Spezialuntersuchungen), Ultraschall der inneren Organe, EKG und Lungenfunktion. Schritt für Schritt grenzen wir die möglichen Ursachen ein und ersparen Ihnen unnötige Doppeluntersuchungen. Wo andere Fachrichtungen gefragt sind, überweisen wir gezielt und koordiniert.
Osteoporose
Was ist Osteoporose?
Bei der Osteoporose („Knochenschwund“) nimmt die Knochendichte ab und die Knochenstruktur wird instabiler. Die Folge: Knochenbrüche schon bei geringer Belastung, typischerweise an Wirbelkörpern, Hüfte oder Handgelenk. Osteoporose entwickelt sich still – oft ist ein Bruch das erste Anzeichen. Umso wichtiger ist die Früherkennung, besonders für Frauen nach den Wechseljahren, Menschen ab 70 und Patientinnen und Patienten, die längere Zeit Kortison einnehmen – etwa im Rahmen einer rheumatologischen Behandlung.
Diagnostik: Knochendichtemessung (DXA) in der Praxis
Die DXA-Messung ist der Goldstandard zur Früherkennung der Osteoporose und zur Verlaufskontrolle unter Therapie. Die Untersuchung ist schmerzfrei, mit sehr geringer Strahlenbelastung verbunden und dauert nur ein bis zwei Minuten. Den Befund besprechen wir anschließend ausführlich mit Ihnen – zusammen mit Ihren Laborwerten und Ihrem persönlichen Risikoprofil.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung ruht auf mehreren Säulen: einer ausreichenden Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, gezieltem Muskel- und Krafttraining, der Vermeidung von Stürzen – und bei erhöhtem Bruchrisiko einer wirksamen medikamentösen Therapie. In unserer Praxis können Sie das medizinische Krafttraining zur Stärkung der Rücken- und Rumpfmuskulatur direkt vor Ort durchführen; unsere Ernährungsberatung unterstützt Sie bei der knochengesunden Ernährung.